Als Dachorganisation vertritt der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) mehr als 50 Initiativen und Unternehmen mit insgesamt 30.000 Mitgliedern. Das Ziel des Verbandes ist klar: Erst wenn 100 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen kommen, ist man zufrieden.
Um das zu erreichen, versucht der Verband Einfluss auf die Gesetzgebung und die öffentliche Meinung zu nehmen. Er gibt verschiedene Arbeitspapiere heraus und liefert Argumente für eine möglichst schnelle Umstellung. Der Verband ist eine der meistgehörten Stimmen, wenn es um tatsächliche Umsetzung der Beschlüsse geht, zum Beispiel bei der Energiewende.
Die Mitgliederliste zeigt die Vielfältigkeit des Verbandes und wie breit man aufgestellt ist. Hier finden sich Einzelverbände, wie der Bundesverband Bioenergie, Energiedienstleistungsunternehmen, Vereine, die grüne Energieprodukte zertifizieren, oder Stromanbieter, die nur Natur- oder Ökostrom verwenden.
Broschüren und Handreichungen zur Energiewende
In den Broschüren des Verbandes geht es auch um Machbarkeit: Zum Beispiel wie man sein Haus mit einer Solaranlage unabhängig vom Stromnetz machen kann und welche Zuschüsse es dafür gibt.
Der Verband hat in 2021 eine Studie in Auftrag gegeben, bei der es um ein neues Strommarktdesign für die Integration fluktuierender erneuerbarer Energien geht. Diese untersucht, wie der Strommarkt so gestaltet werden kann, dass es einen deutlichen Vorteil für die Anbieter und Abnehmer von erneuerbarer Energie gibt.
Andere Arbeitsfelder sind die Beratung von Kommunen bei der Umstellung auf neue Wärmekonzepte oder Stellungnahmen bei europapolitischen und internationalen Energiethemen.
So klärte der Verband unlängst darüber auf, welche Auswirkungen französischer Atomstrom auf den Energiemix und den Strompreis hat und welche negativen Folgen für erneuerbare Energien daraus entstehen können: Frankreich kann beispielsweise die Preise in die Höhe treiben, weil man mit Atomstrom alleine nicht ausreichend versorgt ist und dann auf dem Strommarkt große Mengen einkaufen muss.